Kurs: Herstellen eines persönlichen Amuletts
Kurs: Herstellung eines persönlichen Amuletts
26. Juli 2026, 9:00-17:00 UhrKursziel: Amulette und Talismane sind Gegenstände, denen eine schützende, heilende oder glücksbringende Wirkung zugeschrieben wird. Im Rahmen des Workshops wird sich jeder Teilnehmer selbst einen Amulettanhänger anfertigen, wobei als Werkmaterialien Stein, Holz, Knochen, Geweih und Kupfer zur Verfügungen stehen, die auch kombiniert werden können. Gerne können Teilnehmer:innen zusätzlich auch eigene Werkstoffe (z.B. Muscheln, Federn oder Bernstein) mitbringen. Bei der Anfertigung können sich die Teilnehmer an (prä-)historischen Vorbildern orientieren oder sich einfach von ihrer eigenen Intuition leiten lassen.
Kursinhalt: In diesem Workshop stellen wir unsere eigenen Amulette her, welche sowohl von Originalfunden aus der Archäologie als auch von bekannten Stücken aus der Ethnologie inspiriert sein können. Dabei arbeiten wir vor allem mit den oben genannten Naturmaterialien und lernen auch, mit nachgebauten Werkzeugtypen der Ur- und Frühgeschichte umzugehen. Am Beginn wird ein Überblick zu Geschichte und Tradition von Amuletten und Talismanen seit der Urzeit gegeben. Dann folgt Materialauswahl und Design, gefolgt von der praktischen Herstellung mit allen einzelnen Arbeitsschritten von Formgebung, Schnitzerei und Verzierung sowie der Endpolitur.
Historischer Hintergrund: Das Wort „Amulett“ stammt vom lateinischen amuletum, was so viel wie „Schutzmittel“ oder „abwehrender Gegenstand“ bedeutet. Seit Jahrtausenden gibt es Amulette in vielen Kulturen auf der ganzen Welt. Sie werden oft direkt am Körper getragen – zum Beispiel als Kette, Ring, als Armband oder Anhänger – oder in der Nähe aufbewahrt, etwa an der Kleidung, am Arbeitsplatz oder im Haus. Ein Amulett soll vor allem Schutz bieten vor Unglück, vor Krankheit, vor „Schadzauber“ oder gar vor „dem Bösen Blick“.
Das Gegenstück dazu finden wir im Talisman. Dieser soll vor allem Glück bringen, Selbst-Heilungskräfte unterstützen oder ein Symbol für eine positive spirituelle Verbindung darstellen. Traditionell hat man dabei seit der Altsteinzeit vielfältige Materialien und Formen verwendet. Als Materialien wurden dabei oftmals Steine, Geweih, Zähne oder Knochen sowie Holz oder auf andere organische Stoffe wie z.B. Leder verwendet. Später wurden dann auch Textilien, Metalle oder Glas eingesetzt.
In alten Zeiten war offensichtlich die Vorstellung weit verbreitet, dass durch das Tragen von Tierzähnen, Klauen oder Fellen auch die Kraft dieser Tiere auf den Träger übergehen würde. Im Workshop kann jeder selbst entscheiden, ob sein persönliches Amulett dem Träger Glück bringen, ihn stark und klug wie ein Tier machen oder ihn auf allen seinen Wegen beschützen soll. Die Menschen der Vergangenheit glaubten bis weit in die Neuzeit hin ganz fest an die Kraft ihrer Amulette und Talismane. Vielleicht spürst auch du selbst beim Tragen deines Werkstücks etwas von dieser besonderen Verbindung zu den Kräften der Natur.
Kursleitung: Dr. Wolfgang Lobisser
Kursdauer: 9:00-17:00 Uhr
Kurskosten: € 90,-
Materialkosten: € 25,- (direkt vor Ort zu zahlen)