Löffelschnitzen (Kurs)

MAMUZ Schloss Asparn/Zaya MAMUZ Schloss Asparn/Zaya

Kursziel: Jede(r) TeilnehmerIn schnitzt einen Holzlöffel und einen Teller mit einfachen Handwerkszeugen wie Axt, Schnitzmesser und Hohleisen.

Kursinhalt: Die TeilnehmerInnen lernen mit Schnitzwerkzeug umzugehen, Frischholz zu spalten und aus den Spaltlingen mit der Axt die grobe Löffelform herauszuarbeiten. Es wird erklärt, welche Form ein Löffel haben soll, um auch gebrauchstauglich zu sein, und wie man Besonderheiten des Holzes berücksichtigt (Äste, Faserverlauf, etc.). Danach wird mit dem Schnitzmesser der Löffel fertiggeschnitzt und die Höhlung mit dem Hohleisen oder einem Rundmesser herausgearbeitet. Den fertigen Löffel kann man mit verschiedenen Methoden dekorieren (Schnitzen, Färben mit Milchfarben, etc.). Danach können die schon geübten Teilnehmerinnen als weiterführendes Projekt einen Teller oder rein hölzernes Trinkgefäß (Kuksa) fertigen, oder einen komplizierteren, größeren Löffel (z.B. Schöpflöffel).

Historischer Hintergrund: Holzlöffel oder Holzteller sind in sehr vielen Epochen belegt (neolithische, bronzezeitliche, antike, etc. Funde), allerdings erhält sich Holz nur unter ganz bestimmten Umständen, was diese Funde meistens außergewöhnlich und selten macht. Jedoch können wir annehmen, dass Holzbesteck während prähistorischer und historischer Zeit in den meisten Kulturen zum alltäglichen Inventar der damaligen Menschen gehörte. Es ist nur in unserer modernen Zeit so, dass der natürliche und nachwachsende Rohstoff Holz in der Küche von Metall, Keramik oder Plastik fast gänzlich verdrängt worden ist. Die Formen aber, die wir heute benutzen, blicken oft auf eine mehrere Tausend Jahre währende Entwicklungsgeschichte zurück, auf die während des Kurses im Rahmen eines kurzen Theorieteils Anhand von beispielhaft erwähnten Funden eingegangen werden wird.

Kursleiter: Ferenc Zámolyi
Kursdauer: 10:00 – 17:00
Kurskosten: 75 Euro
Materialkosten: 25 Euro

 

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