Historischer Handwerkskurs: Seifensieden

MAMUZ Schloss Asparn/Zaya MAMUZ Schloss Asparn/Zaya

Kursziel: Wir fertigen drei Seifen zum Mitnehmen.

Kursinhalt: Was ist eine Seife? Wie wirkt sie? Welche Rohstoffe werden verwendet? Und wie ist der richtige Umgang damit? Berechnung eines Seifenrezeptes; Rohstoffe und deren Verarbeitung; Zusätze, Düfte, Farben, Kräuter, Arbeitsgeräte; Skriptum mit einfachen Seifen zum Selbernachmachen.

Historischer Hintergrund: Das Bedürfnis sich von etwas zu reinigen, ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Seit Jahrtausenden benutzt der Mensch Seife. Bereits um 4.500 v. Chr. entwickelten die Sumerer eine Vorform. Auch die Ägypter und Griechen (ca. 2.700 – 2.200 v. Chr.) dürften eine ähnliche Anleitung zur Seifenherstellung verwendet haben. Die Ausgangsprodukte sind teilweise noch die gleichen wie damals (z.B. Tierfette, Pflanzenfette, etc.). Schon in Pompeji hat es eine Seifenfabrik gegeben. Diese Art der Seife diente zu medizinischen Zwecken.

Die hygienischen und pflegenden Aspekte wurden erst später geschätzt. Im Mittelalter waren in Europa die Luxusseifen nur der Oberschicht vorbehalten. Für die ärmeren Bevölkerung waren Seifen nur in Badehäusern zugänglich, die jedoch später wegen der Ausbreitung von Seuchen, die sich durch die im Wasser befindlichen Erreger ausbreiteten, verpönt waren. Später puderte man sich nur statt sich zu waschen. Seife ist heute ein Produkt, das für jedermann erhältlich und erschwinglich ist.

Kursleiterin: Anni Sailer
Kursdauer: 10–13:30
Kurskosten: 30 Euro
Materialkosten: € 35 (beinhaltet Rohstoffe für 3 Seifen, Arbeitsgeräte wie Kochplatte, Waage, Kochlöffel, Stabmixer, Folien, Küchenrollen und Skriptum)
Mitzubringen: Langärmeliges T-Shirt oder Schürze, Gummihandschuhe, Schutzbrille und Handtuch

Anmeldung zu den Kursen Historisches Handwerk
Übersicht Historische Handwerkskurse 2021

Mein Besuch

0 Einträge Eintrag

Voraussichtliche Besuchszeit

Liste senden