Historischer Handwerkskurs: Flintknapping

MAMUZ Schloss Asparn/Zaya MAMUZ Schloss Asparn/Zaya

Kursziel: Herstellung verschiedener Donauländischer Pfeilspitzentypen aus der Zeitspanne vom Neolithikum bis zur mittleren Bronzezeit

Kursinhalt: Vorstellung der Arbeitsabläufe, Vorbereitung der Grundformen, sprich Abschläge, Klingen und Lamellen aus Feuerstein, Pfeilspitzenherstellung (3-4 Stück pro Person) mit Werkzeugen aus Stein, Geweih und Kupfer, die Schaftung einer Pfeilspitze mit Sehne und Pech.

Historischer Hintergrund: Pfeilspitzen aus Feuerstein wurden hierzulande bis in die späte Bronzezeit in Massen hergestellt. Als Vorbilder dienen verschiedene Pfeilspitzen der Linienbandkeramik, Lengyel-Kultur, Badener Kultur und Glockenbecherkultur. Mit den verschiedene Feuersteinarten und Obsidian wurde reger Handel betrieben. Die am meisten verbreiteten Formen dieser Zeiten waren Abschläge aus Kernsteinen, die mit Hammersteinen oder Geweihschlägern abgetrennt wurden, weiters flache, dreieckige Spitzen mit konkaver Basis, die mit Geweih- bzw. Kupferahlen gedrückt wurden.

Kursleiter: Tóth Zoltán Henrik
Kursdauer: 9-17 Uhr
Kurskosten: 120 Euro
Materialbeitrag: 90 Euro

Der Kursleiter stellt Werkzeuge und Schutzkleidung (Handschuhe, Brillen, Staubmasken) sowie eine Vielzahl an Donauländischen Materialien (verschiedene Hornsteine, Feuersteine, Radiolarite, Karpatisches Obsidian u.v.m.) zu Verfügung. Außerdem hält er – sollte die Abschlag- und Klingenherstellung bei jemandem nicht klappen – genügend Halbfabrikate bereit. Zum späteren Üben gibt es pro Teilnehmer ein Stück leicht bearbeitbares, getempertes Flint. Die Spitzen werden anschließend auf die eingekerbten und mit Sehnenbandage verstärkten Schaftenden mit Pech eingeklebt.

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