Historischer Handwerkskurs: Behältnisse aus Rohhaut herstellen

MAMUZ Schloss Asparn/Zaya MAMUZ Schloss Asparn/Zaya

Kursziel: Jeder Teilnehmer geht mit einem Rohhautbehältnis nach Hause.

Kursinhalt: Schaben der Haut im nassen Zustand, Formen eines Behälters, Schneiden von Rohhautschnüren, Befestigen eines Griffes, Trocknen des Behälters

Historischer Hintergrund: Gefäße aus organischen Materialien waren in der Urgeschichte sicherlich wesentlich weiter verbreitet, als es durch die spärliche Überlieferung den Anschein hat. Als Materialien kommen Holz, Rinde, Leder oder auch Rohhaut in Frage. Aus Ägypten kennt man beispielsweise ein Rohhautgefäß, das ins 4. Jahrtausend v. Chr. datiert wird. In Mitteleuropa blieben derartige Stücke aufgrund der Umweltbedingungen nicht erhalten, vereinzelt treten aber Tongefäße auf, die wahrscheinlich Gefäße aus Leder oder Rohhaut imitieren. Zu nennen wären etwa längliche taschenartige Gefäße der mittelneolithischen Lengyel-Kultur (ca. 4500 v. Chr.) oder Krüge und Tassen der Frühbronzezeit (um 1800 v. Chr.). Auch aus späteren Zeiten kennen wir vereinzelte isolierte Henkel aus Metall, die an vergangenen Gefäßen aus organischem Material befestigt waren.

Kursleiter: Alexander Ernst
Kurszeiten: 10-18 Uhr
Kurskosten: 90 Euro
Materialkosten: 30 Euro

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