Zistel aus Weiden flechten (Kurs)

MAMUZ Schloss Asparn/Zaya MAMUZ Schloss Asparn/Zaya

Kursziel: Das Herstellen einer traditionellen Zistel (ideal für die Obsternte).

Kursinhalt: Die TeilnehmerInnen lernen die wichtigsten Grundtechniken der Korbflechterei wie das Seitengeflecht, die Dreier Kimme, den Rand und den Griff. Dieser Korb ist ideal für die Ernte von weichem Obst. Durch die spitz zulaufende Form drücken die oberen Früchte weniger auf die unteren. Die Zistel ist eine Spezialität der Wachau (Marillenernte).

Historischer Hintergrund: Ob Vogel, Biber, Maus oder Affe - die Natur ist voller Flechtmeister, wenn es um das Thema Behausung geht. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass auch für die Menschen die Technik des Flechtens bereits in der Frühgeschichte eine wichtige Rolle gespielt hat. Die Grundkonstruktionen keltischer Hütten waren zuerst einmal geflochten, bevor sie etwa mit Lehm verputzt wurden. Biegsame Pflanzen wie die Weide wurden zu Gefäßen und diversen anderen Gebrauchsgegenständen verwoben, denn Menschen benötigten Behälter, um ihre Nahrung zu sammeln und aufzubewahren. So kann man den Korb als wesentliche Errungenschaft und Begleiter durch die Menschheitsgeschichte bezeichnen. Die Biegsamkeit und Widerstandsfähigkeit der in unseren Bandbreiten heimischen Weide überzeugt bis heute, sodass sich das uralte Handwerk des Korbmachens erhalten hat. Im Wesentlichen werden nur die Hände als Werkzeug benötigt, um einen Korb herzustellen.

Kursleiter: Luc Bouriel

Kursdauer: 9 – 18 Uhr (1 h Mittagspause)

Kurskosten: 110 Euro

Materialbeitrag: 8 Euro

 

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