Maske schnitzen (Kurs)

MAMUZ Schloss Asparn/Zaya MAMUZ Schloss Asparn/Zaya

Kursziel: Herstellung einer Holzmaske

Kursinhalt: Im Rahmen des Workshops wird sich jeder Kursteilnehmer nach eisenzeitlichen, frühgeschichtlichen oder ethnologischen Vorbildern eine eigene Maske aus Holz anfertigen und sich dabei mit den wichtigsten Werkzeugen und Arbeitstechniken vertraut machen können. Bei der praktischen Umsetzung werden alle Arbeitsschritte von der Gewinnung der Rohform mit Axt und Dechsel bis hin zu den feinen Schnitzarbeiten bei der Fertigstellung behandelt und durchgeführt. Dabei werden auch nachgebaute Werkzeugtypen der Eisenzeit und des frühen Mittelalters eingesetzt. Im Rahmenprogramm wird anhand von experimentalarchäologisch nachgebildeten Werkzeugen der Stein-, Bronze- und Eisenzeit, sowie des frühen Mittelalters ein Überblick über die Entwicklung der Holzbearbeitungskultur unserer Vergangenheit vermittelt. Die Pflege und Wartung, sowie das richtige Einstellen und Schärfen von Werkzeugen runden das Programm ab. Kursteilnehmer können gerne eigenes, bereits vertrautes Werkzeug mitbringen.

Historischer Hintergrund: Aus der europäischen Urgeschichte kennen wir Masken seit dem Mesolithikum. Dabei handelt es sich vor allem um durchlochte Schädeldecken von Rotwild mit Geweihansätzen, welche wahrscheinlich im Zuge von schamanischen Riten Verwendung gefunden haben. Spätestens seit der Zeit der ersten Bauern dürfen wir an geschnitzte Masken aus Holz denken, wenn auch der archäologische Nachweis dafür bisher erhaltungsbedingt noch aussteht. Analog dazu kennen wir jedoch geschnitzte Holzfiguren aus dieser Zeit (z.B. Männchen von Willemstad um 5500 v. Chr. im Museum Leiden). Aus Holz geschnitzte Statuen finden sich später vermehrt auch aus dem bronze- und eisenzeitlichem Milieu.

Zu den bekanntesten Masken aus der europäischen Urgeschichte gehören sicher die aus Goldblech getriebenen Stücke aus mykenischen Gräbern in Griechenland. Weit über die Grenzen Österreichs hinaus berühmt wurde die ältereisenzeitliche Goldmaske aus dem Kroell-Schmied-Kogel bei Kleinklein in der Steiermark. Am Beginn der jüngeren Eisenzeit, der sog. Latènezeit um 500 v. Chr. war die Darstellung von Gesichtern auf Gegenständen aus Metall, Ton und wahrscheinlich auch aus Holz weit verbreitet, so dass man heute diesbezüglich vom „Maskenstil“ der frühen Kelten spricht.


Kursleitung: Dr. Wolfgang F.A. Lobisser

Kursdauer: 9-17 Uhr 

Kurskosten: 145 Euro

Materialbeitrag: 30 Euro

 

Downloads

Mein Besuch

0 Einträge Eintrag

Voraussichtliche Besuchszeit

Liste senden