Der Jenseitsglaube der Ägypter (Vortrag)

MAMUZ Museum Mistelbach MAMUZ Museum Mistelbach

Aufgrund von Bestattungen und Grabbeigaben lässt sich der Glaube an ein Leben nach dem Tod im Alten Ägypten bis in die Zeit der Vorgeschichte zurückverfolgen. Mit dem Beginn der Hochkultur, den neu entwickelten Organisationsstrukturen und der Urbanisierung des Lebens erfolgte auch eine Änderung des Totenkultes: Die Versorgung der Toten, die in Gräbern für die Ewigkeit ruhen sollten, wurde genau geregelt, Texte belegen komplexe Seelenvorstellungen, Jenseitsräume wurden neu definiert. Letztere spiegeln sich auch in der jeweiligen Grabarchitektur der verschiedenen Epochen wider. Durch Mumifizierung und magische Sprüche sollte der Zerfall des Körpers wie eine Gefährdung der Seele im Totenreich verhindert werden. Schrittmacher des Totenkultes war über Jahrtausende das ägyptische Königtum mit seinem solaren Auferstehungsglauben und den damit verbundenen Gottheiten. Im Zentrum dieses Glaubens stand der täglich wiederkehrende und somit unsterbliche Sonnengott Re, mit dem sich die Verstorbenen identifizierten. Re wird durch die Kraft der Regenerationsgottheit Osiris ergänzt. Zusammen bilden sie die ewigen, natürlichen Kreisläufe des Lebens ab. 

Der Vortrag von Dr. Wolfgang Wettengel findet im Rahmen der Ausstellung "Faszination PYRAMIDEN" im MAMUZ Museum Mistelbach statt. 

Um Anmeldung wird gebeten unter Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenlos. Die Ausstellung "Faszination PYRAMIDEN" ist bis 18 Uhr geöffnet und kann zum regulären Eintrittspreis besichtigt werden.

Dr. Wolfgang Wettengel
Jahrgang 1954, Studium der Ägyptologie, Ethnologie und Mittelalterlichen Geschichte in München, Promotion in Heidelberg bei Prof. Jan Assmann.
Langjähriger Lehrbeauftragter für kulturwissenschaftliche Fächer an der Fachhochschule in Landshut.
Konzeption von Ausstellungsprojekten und Mitarbeit bei Ausstellungen in Zusammenarbeit mit Museen.
Wissenschaftliche Leitung der großen Tourneeausstellung „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“.
Aufsätze und Buchpublikationen, darunter eine Untersuchung des literarischen Papyrus d’Orbiney mit der Überlieferung der Erzählung von den beiden Brüdern aus der Zeit der 19. Dynastie.
Nachbau der durch den Tourismus gefährdeten Sargkammer des pharaonischen Kunsthandwerkers Sennedjem aus der Zeit Ramses II., die derzeit in der Ausstellung „Faszination PYRAMIDEN“ zu sehen ist.

Mein Besuch

0 Einträge Eintrag

Voraussichtliche Besuchszeit

Liste senden