Silberschmuck aus dem Mittelalter - Ring oder Fürspann (Kurs)

MAMUZ Schloss Asparn/Zaya MAMUZ Schloss Asparn/Zaya

Kursziel : Modellieren und finalisieren eines Ringes oder eines Fürspanns (Gewandspange) aus dem Schatzfund von Wiener Neustadt.

Kursinhalt: Modellieren in Wachs mit den geeigneten Sticheln, Vorbereitung für den Guss und anschließend versäubern der Gussarbeiten.

Historischer Hintergrund: Als Vorbild für die Gewandspange und den Ring dient der Schatzfund von Wiener Neustadt, der vor etlichen Jahren durch Zufall auf einem Privatgrundstück in Wiener Neustadt entdeckt wurde. Der spätmittelalterliche Schatzfund setzt sich aus Schmuck, Kleidungszubehör und Tafelgeschirr zusammen und umfasst 149 vollständig erhaltene oder rekonstruierbare Objekte. Alle Objekte sind aus Silber gefertigt und mit wenigen Ausnahmen an der Oberfläche vergoldet. Als die größte Objektgruppe gilt jene der Ringe. Die ältesten Exemplare stammen aus dem 13. Jahrhundert, jedoch befinden sich unter den Objekten auch Stücke aus dem 14. Jahrhundert. Die Gruppe enthält neben Ringen mit gefassten Steinen auch Ringe mit gravierten Ringplatten. Diese Gravuren sind teilweise so tief eingeschnitten, dass die Vermutung einer Verwendung als Siegelring naheliegt.
Die sternförmigen Gewandspangen dienten als Mantelschließe und wurden an der Brust getragen. Als Verzierung dienen unterschiedliche Motive: Lilien, Beeren oder Kugeln finden sich an den Enden der Strahlen wieder. Als schlichte Ausführung waren die sternförmigen Gewandspangen bereits im mittel- und osteuropäischen Raum bekannt, doch sind die Stücke des Schatzfundes weitaus prächtiger gestaltet.

Achtung: Für diesen Kurs gibt es am 27. Juli einen Folgetermin (ebenfalls 9-17 Uhr).

Kursleiter: Robert Hittinger
Kursdauer: 9-17 Uhr
Kurskosten: 200 Euro
Materialbeitrag: 1 Euro/pro g Feinsilber (Verrechnung nach Verbrauch ca. 20 Euro)

 

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